
„Durch die Reibung zwischen zwei oder mehreren Körpern entsteht elektrostatische Ladung“.
Während des Vorgangs der nicht-elektrostatischen Lackierung treten Reibungen ein, die geringfügige elektrostatische Ladungen erzeugen. Diese stören den Lackiervorgang.
Wo und wie entstehen diese Ladungen:
- Durch Reibung, wenn der zerstäubte Lack die Düse passiert,
also am Luftaustritt der Spritzpistole (an der Pistolenspitze werden
Ladungen geringerer Dichte erzeugt)
- Beim Auftritt des Lackes auf das Werkstück entsteht durch Reibung eine größere Menge statischer Ladungen (diese führt dazu, dass sich der Lack teilweise auf den Lackierer und an den Kabinenwänden ansetzt)
Aufgrund dieser Reibungen laden sich die Teilchen (oder Staubpartikel) des Lackes elektrostatisch auf. Diese statische Energie wird von den Lackteilchen wiederum an die Körper oder die nähere Umgebung abgegeben (Kabine, Lackierer, Werkstück), wo die Konzentration der statischen Ladung geringer ist, was zu folgenden Nachteilen führt:
- Lackverlust durch Spritznebel (Overspray)
- Abstoßungseffekt, d.h. Umlenkung des Lackes auf den Bediener
- Probleme mit der gleichmäßigen Lackverteilung und Überbeschichtung
(Läufer)
- Tendenz des Werkstückes, Schmutz und Staub anzuziehen
